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Für Einsteiger

Was ist...?

Tai Chi Chuan

ist kein 'esoterischer Tanz'. Tai Chi Chuan (Taijiquan) hat sehr wohl eine meditative Komponente und kann den Geist beruhigen, öffnen und fokussieren. Aber diese Wirkung beruht auf konkretem (und zunehmend intensiven) Körpertraining und auf 'Handwerk'. Die Kraft und die Leichtigkeit entstehen aus einer guten Verbindung zur Erde. Verliert man die Erde, kann man schnell 'abheben' - in jedem Sinne.

Tai Chi Chuan

ist kein 'Rentner-Karate'. Ja, wir fangen mit (relativ) langsamen Bewegungen und mit Entspannung an. Aber wer schon Lust hat bzw. in der Lage ist, intensiver zu trainieren, bekommt schon ab der ersten Stunde (besonders in den Kampfkunststunden) trotzdem genug zu tun. Auch manch erfahrener Kampfsportler hat - nach Korrektur der Körperhaltung - eine 5-minutigen Stehmeditation nur mit zitternden Beinen und rotem Kopf überstanden. Und das Training danach bleibt anspruchsvoll: im richtigen Tai Chi Chuan steckt jede Menge gong fu. Aber wem diese Intensität nicht passt - als Bewegungsanfänger, Älterer oder wie auch immer - kann auch prima sanft und in der eigenen Geschwindigkeit trainieren. Wir sind nicht miteinander in Konkurrenz - und auch nicht auf verbissener Art mit uns selbst!

Tai Chi Chuan

ist kein '10-Wochen-Selbstverteidigungskurs'. Hier werden keine 'unfehlbare Techniken' oder 'Kniffe' vermittelt, sondern zuerst eine starke Körperstruktur und das Auflösen von Verspannungen. Wer schnell und ausschliesslich auf Kampfergebnisse zielt, sollte sich lieber mit anderen Methoden befassen.
Im Laufe der Zeit jedoch werden das Selbstbewusstsein und die 'Wehrhaftigkeit' deutlich gesteigert. Richtig gelernt und trainiert ist Tai Chi Chuan eine sehr effektive Kampfkunst. Und vor allem entwickelt sich auch die Fähigkeit, 'Ärger' rechzeitig zu erkennen oder zu entschärfen.
Letztendlich ist die wahre Selbstverteidigung eine Frage der Kommunikation.

Tai Chi Chuan
Obwohl Tai Chi durchaus eine spirituelle Seite haben kann, ist diese nicht auf eine bestimmte Religion oder Glauben festgelegt. Bei Tai Chi wird nichts und niemand angebetet; yin und yang sind keine Gottheiten, sondern formen lediglich eine Betrachtungsweise oder ein Werkzeug, um Prozesse und Energien etwas besser zu verstehen. Auch die lebenden und verstorbenen Tai Chi-Meister sind keine 'Gurus': Bei einem Meisterschmied in die Lehre zu gehen, bedeutet ebenfalls nicht, einer Sekte beizutreten. Unserem Verständnis nach gibt es weder einen Widerspruch z.B. zwischen Tai Chi Chuan und Christentum, noch zwischen Tai Chi Chuan und Atheismus.



und zuletzt:
Tai Chi Chuan ist nicht leicht!

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